Sexuelle Kirchenskandale: Komajas theologische und sexologische Sichtweise der Katholischen Kirche und des Zölibats

Sexueller Missbrauch – ein jahrhundertealtes „systemisches“ Problem der römisch-katholischen Kirche

Die Sexualskandale, die seit dem Übergang zum 3. Millennium die römisch-katholische Kirche erschüttern (USA [1] , Irland [2] , Deutschland [3] ), sind nichts Neues. Sie sind so alt wie die Kirche selbst, bzw. so alt wie die Einführung des Pflichtzölibats. Man darf nie vergessen: das grösste (nie gesühnte) Massen-Sexualverbrechen unserer Menschheit ist die Sado-Maso-Folterung und schliessliche Verbrennung von ca. 100.000 [4] unschuldigen Frauen als Hexen durch die katholische Kirche! Gewalt, Pädophilie, nicht anerkannte Kinder, Abtreibungen und Vertuschung gab und gibt es in der Kirche seit je. [5] Neu an den massenhaften Sexualverbrechen ist lediglich ihre massenhafte Aufdeckung.

Dennoch wird seitens der Kirche geäussert, die moderne „sexualisierte Gesellschaft“ sei die Ursache der „sexuellen Übertritte seitens des Klerus“. Und so lebt das Erklärungsmuster „die andern (die Gesellschaft, die Frauen, der Teufel etc.) sind Schuld“ bzw. die kirchliche Geschichte der Projektion weiter, grundlegende Veränderung kann nicht statt finden…
Auch die Komaja-Gemeinschaft war wiederholt Projektionsfläche für unbewusste seelische Inhalte der christlichen Hirten und ihrer Bewahrer der reinen „Liebe“ und „Lehre“: So sah die kroatische katholische Wochenzeitung Glas koncila in ihrem Artikel vom Oktober 1993 in Komaja einen Ausdruck von "Satanismus"; die Jugendzeitung Mi – List Mladih sah in Komaja „gnostična KOMA-JA“ (gnostisches KOMA-ICH);  der Leiter der Evangelischen Informationsstelle/CH sah „Libertinismus“, „Freies Ausleben der Sexualität mit beliebigen Partnern“, etc. [6]
Heute sitzt die Kirche international auf der Anklagebank. Nicht nur hat sie sich als Wolf im Schafspelz erwiesen, sie hat zudem mit ihrer Vertuschungspolitik Jesu “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in ein “Liebe dein Ansehen mehr als deine Nächsten“ verdreht. Jesu selbst war biblischen Quellen zufolge radikaler in solchen Fällen: „Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zur Sünde verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“ (Mt, 18,6).
Endlich ist ans Tageslicht gekommen: was die Kirche in anderen gesehen hat und sieht, sind ihre eigenen Inhalte. Die Komaja Gemeinschaft und ihr Begründer und Haupt, Aba Aziz Makaja, hingegen sind inzwischen international anerkannt und geschätzt: Makajas Arbeit wurde an den Weltkongressen für sexuelle Gesundheit mit grossem Respekt aufgenommen. Als Folge davon wurden vier Komaja-Organisationen, deren Tätigkeit auf Makajas Lehre basiert, Mitglieder der Weltassoziation für sexuelle Gesundheit WAS, die unter anderem eng mit der WHO zusammen arbeitet. Das was Makaja lehrt und lebt hilft den Menschen, ein gesünderes, glücklicheres und geistigeres, d.h. auch im breiteren Sinne christlicheres Leben zu führen.


Die Kirche steht vor epochalen Umwälzungen

Die katholische Kirche steht nach Ansicht des Theologen und Papst-Freundes Wolfgang Beinert vor epochalen Umwälzungen. Die Missbrauchsskandale zwingen die Kirche nach Ansicht Beinerts „zu einem Überdenken der Sexualmoral“. [7]
Der Tübinger Theologe und Papst-Kritiker Hans Küng hat in einem offenen Brief die katholischen Bischöfe weltweit zu Reformen auch gegen den Willen von Papst und Vatikan aufgerufen. Die katholische Kirche stecke in der tiefsten Vertrauenskrise seit der Reformation im 16. Jahrhundert, schreibt der 82-jährige Theologe in einem offenen Brief, den die „Süddeutsche Zeitung“ und die „Neue Zürcher Zeitung“ veröffentlichen. [8] Der Theologe fordert die Einberufung eines neuen Konzils, das Reformen auch gegen den Widerstand von Papst und Kurie einleiten müsse und appellierte ferner an die Bischöfe, gemeinsam mit Priestern und Laien vor Ort für die Erneuerung der Kirche einzutreten.


Die Alternative – Die Theologie der Sexualität von Aba Aziz Makaja

Unsere Gesellschaft ist immer noch nicht genug aufgeklärt – weder sexuell und liebes-erotisch, noch theologisch und spirituell. Die Medien sind voller Kommentare, Analysen, Kritiken zu den neusten Aufdeckungen sowie zum unpassenden Umgang der Kirche mit dieser ihrer dunklen Seite, ohne jedoch die Wurzel des Problems zu benennen.
Und die Wurzel ist in aller erster Linie eine theologische: Weder die römisch-katholische noch irgendeine andere christliche Kirche verfügt über eine Theologie der Sexualität. Sie können die Sexualität, jene Funktion des Menschen, die sowohl Quelle höchsten körperlichen und seelischen Genusses und Erfüllung sein kann, als auch sein Fortbestehen als (gläubige) Spezies überhaupt erst ermöglicht, theologisch nicht erklären.
Nicht nur das: die Kirche fordert zwar den Zölibat – als Disziplin – bildet aber nicht für ihn aus und unterstützt ihn nicht wirkungsvoll. [9]   Der Theologe und Psychotherapeut Wunibald Müller, fordert eine Ausbildung der Priester, in der "eine normale sexuelle Entwicklung und einhergehend damit die Fähigkeit (. . .) zur Intimität" gefördert werden. Doch auch er kann nicht erklären, wie bei erzwungenem Verzicht auf sexuelle Praxis "die Sexualität, die ein selbstverständlicher, normaler Teil von uns ist“, „zugelassen“, „entfaltet“ und „für unser Leben fruchtbar“ gemacht werden kann. [10]
Gerade das lehrt Makaja bereits Jahrzehnte lang. Makajas Theologie der Sexualität ist eine geistig-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Wesen und den Funktionen der Sexualität – körperlich, seelisch und spirituell und bietet die Lehre einer sexuellen Praxis zum Ziel der Erleuchtung (Gottesverwirklichung) und Beschleunigung der Evolution des menschlichen Wesens. Ferner definiert Makajas Theologie der Sexualität eine auf den erwähnten Erkenntnissen aufbauende und die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins berücksichtigende Sexualethik.
Dabei befasst sich Komaja als geistig-tantrische Lehre nicht mit den Modalitäten des sexuellen Lebens ihrer Kursbesucher und Mitglieder – welche Modalität ein Mensch auch leben mag, Komaja bietet ihm eine Lehre der Sexualität bzw. vom liebeserotischen Leben. Sie zeigt auf, wie man die eigene sexuelle Energie und das sexuelle Verhältnis selbst – falls und wieviel dies jemand wünscht – nicht nur für den körperlichen und seelischen Genuss, sondern auch für die geistige Entwicklung, für die Erreichung der höchsten geistigen Ziele nutzen kann. So wie der indische Yogi die Meditation nutzt oder der christliche Mystiker das Gebet, um mit Gott eins zu werden, so kann auch die sexuelle Energie bzw. das Geschlechtsverhältnis selbst dazu genutzt werden. Das lehrt Makaja die Menschen unabhängig davon, welche Modalitäten des sexuellen Lebens sie vorziehen und unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit oder Weltanschauung.


Guru Makaja und die Komaja Gemeinschaft heilen und retten die Opfer

Frauen, die von ihren Priester-Liebhabern gezwungen wurden abzutreiben, von katholischen Priestern sexuell missbrauchte Jugendliche, extrem puritanisch erzogene Menschen, denen ein natürlicher Zutritt zu ihrer Sexualität verbaut wurde – sie suchten und suchen Hilfe bei Makaja.
Und Makaja hilft, sowohl den Opfern, als auch den Priestern, die aufgrund des Zölibat und der von der Natur entfremdeten Moral der Kirche psychisch und physisch leiden. Wiederholt hat Makaja bei seinen Vorträgen und Medienauftritten öffentlich die helfende Hand gereicht! Denn ihm war seit jeher klar: die römisch-katholische Kirche, wie auch andere christliche Kirchen, brauchen Hilfe. Sie müssen sich grundlegend wandeln, theologisch, soziologisch und sexologisch, wenn sie zurück auf den von Jesu vorgezeichneten Weg finden wollen: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Mk 12,29ff) und „Liebet eure Feinde (…) So werdet Ihr Kinder eures Vaters im Himmel sein. (…) Wenn ihr also nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr davon? Tun die Zöllner nicht dasselbe? Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr damit Besonderes? Handeln die Andersgläubigen nicht genauso? Darum seid vollkommen, ebenso wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ (Mt 5,43-45)
Der weltweit anerkannte geistige Meister und spirituelle Therapeut Aba Aziz Makaja und die Komaja-Institutionen sind nach wie vor stets bereit, den Opfern (d.h. den Missbrauchten, den verlassenen Liebhaberinnen, von den Priestern nicht anerkannten Kindern, allen Menschen, deren Sexualität aufgrund ihrer extremen christlichen Sexualerziehung gestört ist) sowie allen Gottesdienern guten Willens dabei zu helfen!

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[1] Die römisch-katholische Kirche in den Vereinigten Staaten verzeichnet die Klagen von etwa 10.000 Opfern. Aus: Missbrauch in der Kirche: Die Herde der schwarzen Schafe. In: Der Stern, 6. Februar 2010.
Bisher wurden mehr als zwei Milliarden Dollar Schadenersatz an die Opfer gezahlt. Aus: Papst „tief beschämt“ über pädophile Priester. In: Focus, 15. April 2008
Nach Auswertung der American Society of Criminology wurden für die Jahre 1950 bis 2002 insgesamt 4.392 Fälle mit 10.667 Opfern registriert. Die im November 2005 veröffentlichte Studie kam zu dem Schluss, dass es sich um ein „weit verbreitetes Problem“ handle. Vgl.: Karen Terry, Jennifer Tallon, Brenda Vollman, Bonnie Starfield: Child Sexual Abuse in the Catholic Church: An analysis of the data. Paper presented at the annual meeting of the American Society of Criminology, Royal York, Toronto, Nov 15, 2005.

[2] Die römisch-katholische Kirche in Irland duldete Misshandlung und Missbrauch: „35.000 Kinder wurden demnach zwischen 1914 und 2000 in kirchlicher Obhut geschlagen, gepeinigt oder vergewaltigt.“ In: Der Spiegel, 17. Dezember 2009.

[3] Missbrauch in der katholischen Kirche – Liste des Schreckens, SPIEGEL online, 20.03.2010. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684769,00.html

[4] Anne Lewellyn Barstow, Witchcraze: A New History of the European Witch Hunts, HarperOne, 1995

[5] Vgl. Karlheinz Deschner, Das Kreuz mit der Kirche. Eine Sexualgeschichte des Christentums, München 1994, Joachim Hohmann, Der Zölibat. Geschichte und Gegenwart eines umstrittenen Gesetzes. Mit einem Anhang wichtiger kirchlicher Quellentexte, Frankfurt 1993, Hubertus Mynarek, Eros und Klerus. Vom Elend des Zölibats, Wien 1978 und nicht zuletzt Otto V. Corin, Der Pfaffenspiegel. Historische Denkmale des christlichen Fanatismus, 1845.

[7] Nürnberger Zeitung online, 15.04.2010.

[8] am 15.04.2010.

[9] vgl. A.W. Richard Sipe, Sexualität und Zölibat, Paderborn 1992, S. 74. „Die Mehrheit der für meine Studie befragten Priester fand ihre Unterweisung für den Zölibat und über die Sexualität unzulänglich. Auf die Frage hin, wie ihre sexuellen Bedenken im Seminar behandelt worden seien, sagten sie, die häufigsten Antworten seien folgende gewesen: „Beten Sie deswegen.“ „Denken sie nicht daran.“ „Treiben sie Sport.“ „Das müssen sie einfach hinnehmen, das ist die menschliche Natur.“

[10] Die Stimmen der Zeit (Zeitschrift der deutschen Jesuiten), 4/2010, Verlag Herder, Freiburg.

 

 

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